Methodik
Astrologie ist Deutung — die Berechnung dahinter ist Astronomie. Auf dieser Seite legen wir offen, wie Geburtshimmel rechnet, woher unsere Daten stammen und wo künstliche Intelligenz im Spiel ist.
Astronomische Berechnung
- Ephemeride: Planetenpositionen berechnen wir mit der quelloffenen Bibliothek astronomy-engine (MIT-Lizenz) als scheinbare geozentrische Ekliptikpositionen. Unsere Engine ist gegen Referenzwerte der Swiss Ephemeris auf Bogenminuten-Genauigkeit verifiziert — mit Testfällen von der Südhalbkugel bis zur historischen doppelten Sommerzeit 1947.
- Tierkreis: Wir verwenden den tropischen Tierkreis, wie in der westlichen Astrologie üblich.
- Häusersystem: Standard ist Placidus. Jenseits von ±66° Breite ist Placidus mathematisch nicht definiert — dort wechseln wir automatisch und gekennzeichnet zu Whole Sign.
- Mondknoten: Wir berechnen den wahren (nicht den mittleren) Mondknoten.
- Zeitzonen: Historische Zeitzonen und Sommerzeiten lösen wir über die IANA-Zeitzonendatenbank auf — einschließlich Sonderfällen wie der doppelten Sommerzeit 1947. Bei mehrdeutigen Uhrzeiten (Zeitumstellung) fragen wir nach, statt zu raten.
- Aspekte: Konjunktion (Orbis 8°), Opposition (8°), Trigon (7°), Quadrat (7°), Sextil (5°); Sonne und Mond erhalten +2° Orbis.
Datenquellen
Die Geburtsorts-Suche basiert auf Daten von GeoNames (Lizenz CC BY 4.0). Wir hosten diese Daten selbst — deine Eingaben werden nicht an externe Geodienste übertragen.
Deutungstexte & KI-Einsatz
Unsere Deutungen bestehen aus zwei Schichten: redaktionell geprüften Textbausteinen (für Konstellationen wie „Sonne im Widder") und einer persönlichen Zusammenfassung, die KI-gestützt aus den abstrakten Eigenschaften deines Charts erstellt wird. An das KI-System übermitteln wir dabei keine Namen und keine exakten Geburtsdaten — nur die berechneten Chart-Eigenschaften. Alle ausgelieferten Texte, ob redaktionell oder KI-gestützt, sind entsprechend gekennzeichnet.
Tarot-Geburtskarten
Die Tarot-Geburtskarten werden nicht gezogen, sondern aus dem Geburtsdatum berechnet. Wir folgen der Methode von Mary K. Greer (Tarot Constellations, 1987; Who Are You in the Tarot?, 2011): Monat, Tag und volles Jahr werden addiert, aus der Summe wird so lange die Quersumme gebildet, bis eine Zahl von 1 bis 22 übrig bleibt. Eine zweistellige Karte führt über ihre Quersumme zu einer zweiten. Die 22 steht für den Narren, die 19 führt als einzige über drei Karten.
Die Tarot School zählt das Datum in vier zweistelligen Gruppen (zum Beispiel 03 + 15 + 19 + 77). Beide Wege führen immer zur selben einstelligen Karte, die zweistellige kann sich unterscheiden — deshalb nennen wir auf jeder Ergebnisseite die verwendete Methode. Die Jahreskarte entsteht aus Geburtsmonat, Geburtstag und dem jeweiligen Jahr; sie gilt von Geburtstag zu Geburtstag.
Die Nummerierung folgt der Tradition von Pamela Colman Smith (1909): Kraft ist die 8, Gerechtigkeit die 11. Die astrologischen Zuordnungen der Karten stammen aus dem Golden Dawn (Book T, 1888). Das Sonnenzeichen bestimmen wir ohne Uhrzeit für den ganzen Kalendertag in deutscher Zeit; wechselt die Sonne an diesem Tag das Zeichen, nennen wir beide.
Die Kartenbilder sind Reproduktionen der Originalillustrationen von Pamela Colman Smith aus der Erstauflage 1909/1910. Sie sind gemeinfrei; die später neu kolorierten Ausgaben verwenden wir nicht.
Kartenbilder: Pamela Colman Smith, 1909/1910, gemeinfrei
Einordnung
Astrologie ist keine Wissenschaft, und wir behaupten das auch nicht. Geburtshimmel versteht Horoskope als Angebot zur Selbstreflexion — als Spiegel für eigene Gedanken, nicht als Vorhersage oder Lebensberatung. Für medizinische, rechtliche oder finanzielle Fragen wende dich bitte an entsprechende Fachleute.